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Fragen kostet nichts - Hilfsbereitschaft

Bin ich eigentlich die jenige, die zu Hause sitzt, alles genau plant, damit ich niemanden um Hilfe bitten muss, bin ich auf dem Camino eher die, die lieber einmal zu viel fragt, als sich ein Hörnchen zu laufen und da spielt noch nicht einmal die Sprache eine Rolle. 

Auf diese Weise habe ich schnell und von wirklich netten Landsleuten, egal ob alt oder jung den richtigen Weg gewiesen bekommen. Rentner, Polizisten, Cafébesitzer oder der Handwerker, der sogar ein Stück mit mir ging und mir erzählte, er sei den Camino de Santiago ebenfalls gelaufen und wolle es auf jeden Fall wieder tun. 

Was ich daraus gelernt habe? Fragen kostet nichts, tut nicht weh und geht in jedem Fall schneller als selbst alles zu suchen. Ausserdem habe ich mich nett unterhalten und ganz nebenbei auch ein bisschen mein englisch aufgefrischt. 

Und als Anerkennung für die Hilfe, habe ich mich immer bemüht ein nettes Obregada und Gracias (Danke) zu benutzen. 

 

Ergänzung:

Generell im Hinblick auf den kompletten Camino muss ich sagen, dass die Menschen sehr hilfsbereit sind und dich sofort darauf hinweisen, wenn du in die falsche Richtung läufst. Wie zum Beispiel ein Mann in Pontevedra (Spanien), der extra mit seinem Auto anhielt, um uns zu sagen, dass wir umkehren sollten, weil wir nicht mehr auf dem Camino seien. Wir bedankten uns, drehten um und wenig später parkte der Mann sein Auto in einer Seitenstraße um uns wieder auf den richtigen Weg zu bringen - das würde doch in Deutschland keiner tun...

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